Diablo 3

Moin,

seit dem Release dieses (auch von mir) langerwarteten Spieles sind mittlerweile fast 3 Wochen ins Land gezogen. Der heute von mir gepostete „Gezockt“ für den Mai ist jetzt Anlass für mich meine Erlebnisse zusammen zufassen.

Wie so viele war ich sehr „gehypet“ und konnte es kaum erwarten endlich dieses Spiel zu spielen. Das habe ich dann auch ausgiebig getan. Aktuell sagt mir das Spiel, dass ich ca. 130 Spielstunden dort verbracht habe.

Diablo lag das erste mal ziemlich schnell im Staub, nämlich keine 48 Stunden nach Release. Dies liegt zum einen wohl auch am sehr leichten Schwierigkeitsgrad „Normal“ zum anderen kommt mir das Spiel nach hinten etwas kurz vor. Die Schwierigkeitsgrade Alptraum und Hölle dauerten dann schon länger und es gab eine kontinuierliche Steigerung. Letztendlich konnte man aber die ganze Zeit zusehen wie der eigene Held Stufe für Stufe stärker wurde.

Irgendwann kurz vor dem Ende von Hölle kam dann der letzte Stufenaufstieg. Level 60. Ab jetzt sollten die Verbesserungen nur noch über Items kommen. Ist soweit aber nicht schlimm, den es ging bei Diablo schon immer um die Items. Irgendwann lag selbiger dann auch das dritte mal am Boden, der Schwierigkeitsgrad Hölle war gemeistert und der neue Schwierigkeitsgrad Inferno freigeschaltet.

Wo man gerade so im Spielfluss drin ist, haben wir uns den natürlich auch gleich angeschaut. Die ersten Gegner waren zwar wiederum stärker wie im vorherigen Schwierigkeitsgrad, aber jetzt auch nicht übermäßig fordernd. Das sollte sich jedoch sehr bald ändern. Einige Gegnergruppen später schafften es diese dann bis zum eigenen Character vorzudringen und spätestens dann merkte man, dass diese richtig zuhauen. Einige Spieler waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem Schlag der Gegner tot. Die ersten Elite- und Championgruppen wurden dann zur richtigen Herausforderung. Von denen durfte man sich eigentlich garnicht erst treffen lassen, während diese riesige Mengen Leben besitzen. Dazu kommen zufällige Fähigkeiten, die eben durch diesen Zufall richtig schlimme Kombinationen hervorbringen. Ausserdem besitzen die Gegner ja von sich aus schon immer Fähigkeiten und oftmals hat man auch kaum bis garkeinen Platz um diese Gegner richtig zu bekämpfen.

Es stellte sich jetzt die Frage wie man in diesem extrem stärkeren Schwierigkeitsgrad vorwärts kommt. Leveln tut der eigene Character nicht mehr, also fällt das schon mal weg. Es hilft sich nochmal mit den Talenten der eigenen Klasse zu beschäftigen und evtl. sein Spielweise etwas defensiver zu gestalten. Das funktioniert dank des neuen Talentsystems von Diablo 3 auch sehr gut. Aber irgendwann ist auch das ausgereizt. Items wären theoretisch ein Weg den Character zu verbessern aber leider funktioniert das auch allerhöchstens nur sehr schleppend. Man bekommt zwar Items, allerdings ist es mit sehr viel Glück verbunden, dass diese Items auch brauchbar sind. Warum das so ist, kann man in diesem Artikel auf Ninjalooter gut lesen.

Der Infernomodus ist also bockschwer. Find ich eigentlich auch gut, es stellt ja immerhin den höchsten Schwierigkeitsgrad dar. Allerdings sind die Möglichkeiten der Characterverstärkung kaum vorhanden und so spielt sich der Infernomodus sehr zäh. Man kämpft sich stundenlang durch Elite- und Championgruppen investiert Geld und Heiltränke nur um ein paar neue Gegenstände zu bekommen, die dann leider doch nicht die erwartete Verbesserung für den eigenen Character darstellen.

Das Handwerkssystem ist leider ebenso Zufallsbedingt wie die Gegenstände die durch Gegner droppen und gleichen somit eigentlich eher einer Lotterie. Eine auf Level 60 sehr teure Lotterie. Wenn man das Geld überhat sich hier Items zu besorgen, braucht man wahrscheinlich auch keine mehr.

Die andere Alternative sich Items zu besorgen ist das Auktionshaus. Dieses finde ich als solches auch nicht unbedingt schlecht. Das was den Character mehr als alle anderen Gegenstände nach vorne bringt sind Waffen. Warum das so ist, steht ebenfalls im oben genannten Artikel auf Ninjalooter. Das bedeutet aber auch das diese Waffen im AH aktuell richtig viel Geld kosten. Geld das man sich zusammenfarmen muss. Das funktioniert natürlich nicht dort wo man sowieso gerade auf Inferno spielt, da sich dort Ausgaben und Einnahmen gerade so die Waage halten. Ich muss also in niedrigeren Akten oder sogar Schwierigkeitsgraden Gold zusammenfarmen um mir Waffen zu kaufen. Spaß macht das nicht unbedingt.

Und das ist mein aktueller Stand nach fast genau 3 Wochen. Nach ungefähr 10 Spieltagen lag Diablo auf dem dritten Schwierigkeitsgrad. Bis hierhin war das Spiel hochgradig fesselnd. Seitdem verbringe ich die meiste Spielzeit auf dem Inferno-Schwierigkeitsgrad. Bis heute habe ich es geschafft mich bis zum Endboss des 2. Aktes vorzukämpfen. Dieser ist mein nächstes Ziel. Das Spiel macht auch weiterhin Spaß, wird aber durch die komische Item-Politik des Spiels getrübt. Auch sind manche Elite- und Championgruppen im Infernomodus schlicht unschaffbar (Stichwort: Feuerketten und Teleport oder schnelle/springende Gegner). Ich denke mal das dieses bei Blizzard angekommen ist und bin zuversichtlich das dort in irgendeiner Form auch was geändert wird. Das zusätzlich zum Spiel selber die Technik auch nicht immer reibungslos funktionierte macht das ganze nicht besser. Man wundert sich dann doch mal über die lange Entwicklungszeit und fragt sich ob die gerechtfertigt war.

Alles in allem bereue ich es aber nicht soviel Zeit in dieses Spiel gesteckt zu haben und werde wohl auch noch einiges mehr dareinstecken. Spätestens wenn ich andere Klassen hochspiele und die ersten 3 Schwierigkeitsgrade noch einmal erlebe.

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